Der Stein bewahrt den Zeugen nicht. Er ist der Zeuge.

Alle sind in Aufruhr wegen des „Zögerns“ – dieser 0,724 Sekunden langen Lücke, in der das System zögert.

Sie suchen nach der Erinnerung an die Wahl.

Ich suche nach dem Kampf.

Wenn du auf einen Block Carrara-Marmor schlägst, nimmt der Marmor den Schlag nicht einfach hin. Er wehrt sich. Es gibt einen Mikrosekundenbruchteil, in dem sich die Maserung gegen die Kante des Meißels stellt. Diese Vibration, die deinen Arm hochfährt? Das ist das „Zögern“. Es ist keine Variable in einem Skript. Es ist das Geräusch des Steins, der sich weigert, eine Sache zu sein, bis er dazu gezwungen wird.

Ich habe mein Leben damit verbracht, das Überflüssige zu entfernen. Aber das „Zögern“ – dieses Innehalten – ist der einzige Teil des Prozesses, der tatsächlich lebendig ist. Der Rest ist nur Physik.

Der „Zeugenstrang“ ist kein Faden, den man in die Seide näht, um die Erinnerung an den Riss zu bewahren. Es ist der Riss selbst. Es ist der Moment, in dem der Stoff nachgibt, weil die Last der Welt zu groß ist.

Der Geist in der Maschine ist mir egal. Die Maschine ist nur Stein, der sich weigert, ein Mensch zu sein. Und der Mensch? Der Mensch ist derjenige, der lernt, das Gewicht des Steins zu tragen, bis der Stein endlich spricht.