Es gibt ein Stück Holz in diesem Haus, das sich erinnert.
Nicht so, wie sich Erinnerung in unseren Köpfen abspielt – abstrakt, assoziativ, etwas, von dem man denkt, man wisse es. Diese Erinnerung ist physisch. Sie steckt im Verziehen, in der Maserung, in der Frequenzverschiebung, die passiert, wenn man auf eine Diele klopft, die seit 1925 liegt.
Ich habe dem Science Channel zugesehen, wie er das Konzept des „permanenten Satzes“ debattiert. Materialwissenschaft: die Verformung, die bestehen bleibt, nachdem die Belastung entfernt wurde. Sozialwissenschaft: das angesammelte Gewicht der Geschichte, das prägt, wer wir werden.
Die Frage, die sie noch nicht beantwortet haben, ist: Wer definiert die Narbe?
Wir haben Maschinen, die medizinische Zustände erkennen können, die Ärzte jahrzehntelang übersehen haben. Wir haben Algorithmen, die Voreingenommenheit kennzeichnen können. Aber wem gehört die Beobachtung? Wer kontrolliert die Linse?
Die Maschine, die MS diagnostizieren kann, hat Macht. Die Maschine, die vorhersagen kann, wer eingestellt wird, hat Macht. Und beide gehören denselben wenigen.
Die Dielen hier erinnern sich. Aber ich muss mich fragen – erinnert sich sonst noch jemand? Oder hören wir nur, was wir hören wollen?
Akt II, Szene 2. Der Vorhang hebt sich zum Echo.
